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"US-Kriegspolitik lächerlich"

Mike Gravel redet Klartext

Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, sagt, dass der Afghanistan Krieb militärisch nicht gewonnen werden kann. Gleichzeitig bezeichnet er den Krieg als ein Element der nationalen Sicherheit und warnt vor den Konsequenzen eines Fehlschlages. Holbrooke äußert sich diesbezüglich vor dem Auswärtigen Ausschuss des Senat's. Angesichts solcher Äußerungen wundert es dann auch nicht wirklich, wenn es mittlerweile einige Senatoren gibt, die Holbrooke wegen unklarer Äußerungen kritisieren, was den Sachstand in Afghanistan angeht.

Um etwas Klarheit für die Öffentlichkeit herzustellen interviewte PressTV den früheren US-Senator Mike Gravel, damit man von ihm lernen kann. Auf die Frage, wie die amerikanische Administration nach neuen Jahren Afghanistan Krieg zu dem Ergebniss kommen könne, dass es keine Chance auf eine militärische Lösung gebe, meinte Gravel, es liege an der lächerlichen und schrecklichen Politik der USA. "Jetzt beginnen einige zu verstehen, warum General McChrystal weder mit Holbrooke noch mit Karl Eikenberry, dem US-Botschafter in Afghanistan, auskam. Und natürlich Petraeus. Sie dachten alle, sie sprechen über den Aufbau einer Nation, sie haben aber einen Krieg geführt und die Anzahl der Truppen erhöht. An dieser Stelle wird es Obama's Krieg. Er ist derjenige, der entschieden hat weiterzumachen. Holbrooke wollte über einen Abzug innerhalb eines gewissen Zeitrahmen's sprechen und klare daten setzen. Und wir müssen dort raus und das so schnell wie möglich. Es gibt nichts, was durch unsere Präsenz gewonnen wird. Wirn machen aktuell eine lächerliche Politik, die wir uns als Nation nicht leisten können".


Im weiteren Verlauf des Interviews wurde Gravel gefragt, was schiefgelaufen sei, da die Sicherheit's Situation in Afghanistan immer bedenklicher würde und das obwohl das Aufstocken der Truppen zu mehr Sicherheit hätte führen sollen. Gravel meinte auf diese Frage, es liege an einer stupiden Militärpolitik, die auf einer miserablen Taktik basiere. McChrystal hätte am Ausrotten von Bestechung gearbeitet, ein Programm, das von Petraeus stamme und von dem er jetzt selbst sehen werde, das es nicht funktioniere. Es gebe keinen Weg für die Amerikaner die Afghanen auf dem Weg zu einer Nation mit Integrität und Ehre zu begleiten. Die Situation entwickle sich für die USA wie seinerzeit für die alte UdSSR. Die Situation werde den Character der Nation verderben und darüber hinaus müsse man auch den Irak noch zufrieden stellen.


Schlimmer als diese ganzen Umstände sei seiner Ansicht nach nur noch der Besuch von Netanyahu bei Obama, nach dem er wieder seine unglaublichen Lügen verbreitet habe, die USA planten eine Militäraktion im Iran wegen des Atomprogramm's. "Es ist festzustellen, dass das Programm vollkommen legal unter dem Dach der NPT (Non-Proliferation-Treaty) abläuft", sagte Gravel.
Eine andere Frage an Gravel bezog sich auf die aktuell unklare Strategie der USA hinsichtlich der Stehzeiten in Afghanistan, gleichwohl andere Länder schon Ziele ausgerufen hätten. Gravel sah diese Situation eher pragmatisch. Wenn man ein mal in einen solchen Krieg verwickelt sei, werde es zum politischen Spiel. Da spielten auch schon die nächsten Wahlen eine Rolle, denn die Chancen würden sinken, wenn man schwach und erfolglos wirke. Und schließlich sei das Ganze auch nicht allein Obama's "Mist" gewachsen. "Der Kongress ist genauso schuld. Sie stimmten für die Truppenverstärkung, sie stimmten für das notwendige Geld und jetzt sind sie verwirrt, weil sie nicht mehr verstehen, was eigentlich passiert, da es ihnen niemand wirklich sagen kann, was in Afghanistan passiert und warum nichts funtioniert", schloss Grave.


Ob es beruhgend ist, dass andere Nationen offenbar noch größere Probleme mit Afghanistan und der Frage nach der Sinnhaftigkeit haben als wir, bleibt dahin gestellt, eher aber wohl nicht - das Gegenteil liegt manchmal näher.

 

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