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Waffengeschäfte boomen weltweit

Schwellenländer immer wichtiger

Wirklich verblüfft war wohl niemand, als man vernahm, dass sich wohl der größte Waffendeal seit langem anbahnt.  Saudi-Arabien will von den USA Waffen im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar kaufen. Auf der Wunschliste der Saudis stehen F-15-Kampfjets und Hubschrauber. Formalrechtlich braucht man zwar noch das "go" des US-Kongresses, aber dass es das geben wird, daran zweifelt eigentlich niemand.

Das Geschäft belegt einen Trend, den das Stockholmer Institut für Friedensforschung schon für das Jahr 2008 belegt: die 100 größten Hersteller verkauften in diesem Jahr weltweit Kriegsmaterial im Wert von 385 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von elf Prozent gegenüber 2007.

Wer sich mit der Branche beschäftigt, ist nicht überrascht, denn die Angst vor Terror und vakante Kriege wie Irak oder Afghanistan sorgen auch nach dem kalten Krieg für gefüllte Taschen für den Waffeneinkauf. Zwar sind die USA dabei auf beiden Seiten, also Käufer und Anbieter, der größte Brocken, aber auch Europa und speziell auch Deutschland mischen kräftig mit. Zur Größenordnung sei gesagt, 60 Prozent des Umsatzes machen US-Firmen und die USA als Einkäufer, inkl. Irak und Afghanistan, geben im laufenden Jahr mit 700 Milliarden US-Dollar mehr aus als Europa und Cjina gemeinsam. Das ist mal eine Hausnummer.

Der weltweit größte Rüstungskonzern, BAE Systems, setzt rund 35 Milliarden US-Dollar um, aber auch die deutsche EADS liegt auf Rang sieben nicht schlecht im Rennen, gleichwohl der Konzern eigenen Aussagen zufolge die größte Steigerung in der Zukunft bei der Inneren Sicherheit erwartet. Rüstung ist dabei insgesamt ein immer stark national ausgerichtet Geschäft, denn die Regularien der Ausschreibungen sind anders als bei Zivilen Ausschreibungen. Safety first.

Wachstum wird es aber eher bei den Ländern geben, die bisher nicht größten Etats hatten, sich entwicklende Staaten möchte gerne auch die (Waffen)muskeln spielen lassen, und so sind es Länder an der Schwelle zur Großmacht, die eifrig nachrüsten, sehr zum Gefallen der internationalen Rüstungskonzerne, zu denen auch deutsche Firmen gehören, zwar nicht auf den Top-Plätzen, aber immerhin haben wir den erst kürzlich hierzu veröffentlichten Zahlen ja entnehmen können, dass Deutschland nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt ist. Immerhin!

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