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Zielvorstellung Marine 2025

Marine 2025+: rudern

Gestern hat Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting, Inspekteur der Deutschen Marine, sein Heimspiel in der Godesberger "Redoute" haushoch gewonnen. Als Raucher hatten wir zudem die Gelegenheit, ein paar Worte mit dem sympathischen Seebär zu wechseln.

Eine Passage aus seiner Rede hat uns elektrisiert: Nolting berichtete, dass der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier, in einer Rede vor Offiziersanwärtern das Treuegelöbnis der Soldaten verbunden habe mit der gegenseitigen Verpflichtung der Gesellschaft, Treue gegenüber den Soldaten zu halten (den Text müssen wir uns besorgen)!!

Auf unsere Frage, ob die Bundeswehr vor "dem Abgrund" stehe oder ob die Justierung einiger Stellschrauben genüge, nannte er zwar reichlich Transformationsfelder, verneinte aber die Abgrundthese.

U.E. wäre es zu schade, wenn die 36-seitige "Zielvorstellung Marine 2025+", die Vizeadmiral Nolting am 6. November 2008 unterschrieben hat, den Marine-Enthusiasten verborgen bliebe.

{So rudert man im Papier}
 

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  • Das in Norfolk (VA) beheimatete "U.S. Joint Forces Command" (USJFCOM) unter Führung von Marine Corps-General James N. Mattis hat die Streitkräfte als "Force Provider" zu unterstützen, neue Konzepte zu entwickeln und zu erproben, auch in Zusammenarbeit mit Partner-Nationen. General Mattis ist eigenständiger Denker, was er mit Memoranden bewiesen hat. Der Bericht über seine gerade am CSIS gehaltene Rede zeigt, wie Mattis tickt:
    http://www.dodbuzz.com/2009/06/02/ground-forces-best-mattis/

  • Die gestrige Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem U.S.-Parlament darf man schon als gelungene Werbeveranstaltung für die "Mittelmacht" Deutschland betrachten, so man überhaupt auf eine gewisse Reputation beim amerikanischen Bündnisführer Wert legt:
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-03-rede-merkel-usa.htm l

    Wenige Randnotizen erlauben wir uns:

  • Sorry, wir haben gestern in Bonn richtig Arbeitszeit verloren, was aber nicht heisst, dass es sehr schön war.

    Deshalb heute nur ein kurzer Hinweis auf eine 3-teilige Studie, die der grosse Meister Anthony H. Cordesman beim CSIS aufgelegt hat, über die "Uncertain Lessons" der U.S.-Kriege in Afghanistan und dem Irak:
    http://csis.org/publication/shape-clear-hold-and-build-uncertain-lessons-afghan-iraq-wars (im Text sind die Links zu dem Dreiteiler "verborgen").

  • Wenn es einen Dauerbrenner der sicherheitspolitischen Debatte gibt, dann ist es der über die transatlantischen Beziehungen. Was Jeremy Shapiro und Nick Witney für das "European Council on Foreign Relations" aufgeschrieben haben - passend zum heutigen EU/US-Gipfel -, ist ganz sicher die volle Aufmerksamkeit und gebührende Anerkennung wert:
    http://www.ecfr.eu/content/entry/towards_a_post-american_europe_a_power_audit_of_eu-us _relations_shapiro_whi

  • Durch die TV-Medien geisterte gestern die Meldung, dass die Koalitionsverhandler ein völlig neues, abgrundtiefes, Finanzloch entdeckt hätten. Kein Wort davon ist wahr: