Sorry, wenn wir aus unserer Box der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik ausbrechen: Uns haben die “Tagesthemen” der ARD (Nachtausgabe) fasziniert, die Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes, brachten mit dem Begriff der “legitimierten Inszenierung” in Hinsicht auf das Spektaktel “Zuwanderungsgesetz/Bundesrat”.
Sicherlich ist es schwierig, Phänomene begrifflich zu erfassen. Ob Leo Kirch, Holzmann, Zuwanderung, Kölner Partei-Spenden, Enron, Carlayle-Group oder WTC: alles eine “legitimierte Inszenierung”?
Faszinierend ist die Begrifflichkeit:
- “legitim” hat etwas mit “Sittlichkeit” zu tun: Schauen Sie nicht im Fremdwörter-Duden nach, denn dort wird Legitimität eher mit Legalität verwechselt. Wenn die “Sittlichkeit” allerdings auf einem niedrigen Niveau ist, müsste es auch mit der (ernstgemeinten) Legitimität gar sein;
- Besser im Fremdwörter-Duden ist “inszenieren” erklärt:
- “1. (ein Stück beim Theater, Fernsehen, einen Film) vorbereiten, bearbeiten, einstudieren, künstlerisch gestalten ...
- 2. (oft abwertend) geschickt ins Werk setzen, organisieren, vorbereiten, einfädeln.”
Beim Begriffe-Klopfen kommt letzlich heraus, dass eine “legitimierte Inszenierung” nichts anders sein kann als eine sittenlose, geschickt ins Werk gesetzte, Operation (das “Office of Strategic Influence” lässt grüssen).
Angesichts dieser “schillernden” Begrifflichkeit fragen wir uns,
- wer, wann, wo
- was, wie, weshalb
- warum, mit welcher Absicht - oder whatsoever -
- lokal, regional oder international
“legitim inszeniert”? Wir fangen bei uns an: Wir inszenieren uns auch jeden Tag (ob “sittlich”, oder 1. oder 2. sei dahingestellt - geschickt sind wir doch). Aber das gilt für Alle, allerdings mit der feinen Unterscheidung: Führende oder Geführte. Diesbezüglich gilt die alte Regel:
{Fisch stinkt zuerst am Kopf}










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